David Bordwell

David Bordwell (* 23. Juli 1947) ist ein US-amerikanischer Filmwissenschaftler. Er lehrte als Professor für ''Film Studies'' an der Universität von Wisconsin und ist jährlicher Gastdozent an der internationalen filmschule köln. Sein gemeinsam mit seiner Frau, der Filmwissenschaftlerin Kristin Thompson (* 1950) verfasstes Buch ''Film Art: An Introduction'' gilt als eines der Standardwerke der Filmwissenschaft. Bordwell lebt zusammen mit seiner Frau in Madison.

Bordwell studierte Filmwissenschaft an der University of Iowa, wo er auch promovierte. In seinem erstmals 1979 gemeinsam mit Kristin Thompson herausgegebenen Werk ''Film Art'' postulierte er den Lehransatz des Neoformalismus, der sich an den Russischen Formalismus des frühen 20. Jahrhunderts anlehnt. In Ablehnung einer psychoanalytischen Filmtheorie, die Film auf seine unbewusste Wirkung auf den Zuschauer reduziert, gerät im Neoformalismus eine Betrachtung des Films in den Vordergrund, in dem die stilistischen Normen und Konventionen des Films in ihrer ästhetischen Ausprägung und Wirkung bezüglich der Erwartungshaltung des Zuschauers und der Möglichkeit, sie bewusst zu verstehen untersucht werden. Bordwell vertritt dabei einen kognitivistisch orientierten Ansatz, der Verbindungen zwischen Filmstruktur und Zuschauerrezeption erkennbar machen und schematisieren möchte.

Bordwell forschte in den Bereichen der Auteur-Theorie, wo er über Ozu Yasujirō, Carl Theodor Dreyer und Sergej Eisenstein veröffentlichte. Sein weiteres Augenmerk galt dem Hongkong-Kino, der Geschichte der filmischen Stilentwicklung und filmischer Erzähltheorie.
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