Jan Ekier

Jan Stanisław Ekier (* 29. August 1913 in Krakau; † 15. August 2014) war ein polnischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge.

Ekier hatte den ersten Klavierunterricht zunächst privat, dann an der ''Władysław-Żeleński-Musikschule'' bei Olga Stolfowa. An der Musikschule war er auch Kompositionsschüler von Bernardino Rizzi. Von 1932 bis 1934 studierte er Musikwissenschaft an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Am Warschauer Konservatorium setzte er von 1934 bis 1939 seine Ausbildung bei Zbigniew Drzewiecki (Klavier) und Kazimierz Sikorski (Komposition) fort. 1940–1941 war er Orgelschüler von Bronisław Rutkowski.

Er trat bereits in seiner Kindheit als Pianist auf und gab in der Zeit der deutschen Besatzung Konzerte im Untergrund. Nach dem Krieg hatte er Auftritte in den großen Konzerthallen Polens und unternahm Konzertreisen durch Europa, Südamerika und Japan. Im Mittelpunkt seines Repertoires standen die Klavierkonzerte und Solowerke Fryderyk Chopins, die ''Symphony Concertante'' Karol Szymanowskis, Sergei Prokofjews Drittes Klavierkonzert und die Klavierkonzerte Johann Sebastian Bachs.

Bis zu seiner Emeritierung 2000 unterrichtete Ekier an der ''Fryderyk-Chopin-Musikuniversität'' in Warschau. Daneben gab er Meisterkurse u. a. in Deutschland, Frankreich und Japan und wirkte als Juror an zahlreichen Musikwettbewerben mit. Er bereitete kritische Ausgaben von Werken Bachs und anderer Komponisten vor und war ab 1959 Chefherausgeber der Polnischen Nationalausgabe der Werke Chopins. Neben anderen Auszeichnungen erhielt er das Goldene Verdienstkreuz (1952) und das Offizierskreuz des Ordens Polonia Restituta. Zu seinem 100. Geburtstag 2013 erschien seine erste von Aneta Teichman verfasste Biographie.
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